pharmaSuisse – Schweizerischer Apothekerverband

20.12.2006
04/2006
  • Kunden

Der Heilkundige Äskulap aus dem klassischen Altertum soll, bei Wan-derungen oder auf dem Weg zu Kranken, immer eine Natter dabei-gehabt haben, die sich um seinen Wanderstab ringelte. Das Symbol der Schlange findet sich auch heute noch im Logo von pharmaSuisse, dem Schweizerischen Apothekerverband. Während sich das heilende Reptil bis vor kurzem um die Apothekerwaage gewunden hat, schlängelt es sich heute in stilisierter Form um das grüne Kreuz.

Vor einigen tausend Jahren waren die Menschen auf den Schlangen mitführenden Heiler angewiesen – heute führen uns Krankheit und Unfall in der Regel zuerst in eine Apotheke. Die Beratung in der Apotheke ist ein wichtiges Element der kostenbewussten Gesundheitsversorgung. Gegen 300 000 Personen besuchen in der Schweiz täglich eine Apotheke.

Für die Apothekerinnen und Apotheker sind die täglich im direkten  Kundenkontakt erbrachten Beratungsleistungen Teil ihrer Berufs­identität. Das kompetente Zuhören und Befragen des Patienten oder der Kundin kann für eine erfolgreiche Behandlung entscheidend sein.

Hohe Beratungsqualität

Unter anderem um die Qualität der Beratung zu sichern, haben sich über 90 Prozent aller in der Schweiz tätigen Apothekerinnen und Apotheker im Berufsverband pharmaSuisse zusammengeschlossen, das sind zurzeit rund 5500 Mitglieder. pharmaSuisse ist somit einer der grossen Partner im schweizerischen Gesundheitswesen. Die Geschäftsstelle des Verbandes, die rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, hat ihren Sitz in Bern-Liebefeld. Präsident des Verbandes ist Dominique Jordan. Ein Blick auf das Organigramm zeigt, wo der Verband die Prioritäten seiner Arbeit setzt: Die Abteilung «Wissenschaft, Bildung & Qualität» ist die grösste. Hier entsteht zum Beispiel das «Apotheken-Handbuch der Schweiz», das dieses Jahr zum ersten Mal bei Stämpfli produziert und gedruckt wird. Das über 350 Seiten starke pharmazeutische Beratungshandbuch gibt dem Apo-theker Antworten auf Fragen zur Behandlungsmöglichkeit von Krankheiten, zu Vor- und Nachteilen von bestimmten Medikamenten oder zum Vorgehen bei der Befragung von Patienten. Die Dynamik der pharmazeutischen Forschung und neue Erkenntnisse in den Behandlungsmethoden machen regelmässig alle ein bis zwei Jahre eine Neuauflage des Handbuchs notwendig.

In den vergangenen Monaten am meisten beschäftigt war wohl die Abteilung «Kommunikation & Marketing» von pharmaSuisse. Als nämlich die Delegiertenversammlung des Verbandes sich vor einem Jahr zu einer zukunftsgerichteten Strategie entschloss, bedeutete das implizit auch die Überarbeitung des gesamten Erscheinungsbildes von pharmaSuisse. Angefangen beim Namen der Organisation, der nun nicht mehr «Schweizerischer Apothekerverband» lautet, bis hin zur Neugestaltung sämtlicher Druck­erzeugnisse und der Web­-

site – eine kommunikationstechnische Parforceleistung. So ist die in ihrem stolzen 144. Jahrgang (!) erscheinende Schweizer Apothekerzeitung Anfang Oktober zum ersten Mal in einem neuen Gewand erschienen. Das «pharmaJournal», wie die Zeitschrift heute heisst, erhalten die Mitglieder von pharmaSuisse vierzehntäglich zugesandt. Das bei Stämpfli produzierte Heft ist einerseits das offizielle Kommunikationsorgan des Schweizerischen Apothekerverbandes, führt aber auch die Rubriken «Wissenschaft», «Politik» und «Markt». Neueste Entwicklungen auf dem Generikamarkt sind ebenso Thema wie eine Studie über die Drogensucht in der Westschweiz oder die Arbeitshygiene.

Aufbruch und Neugestaltung

Verschiedene weitere regelmässig erscheinende Zeitschriften und Broschüren richten sich an die Apotheker («pharmaJournal», «pharma30», «pharm­Actuel») oder  an die Politik («dosis»). Die Redak­tion der Kundenzeitschrift «astrea-Apotheke» ist dezentral organisiert, entsteht jedoch in enger Zusammenarbeit mit der internen Redaktion von pharmaSuisse. Die Anzahl und Vielfalt dieser Informationsträger weist auf ein wichtiges Anliegen von pharmaSuisse hin: Information und Transparenz. Im Bereich des Gesundheitswesens reagiert die Bevölkerung sehr sensibel – es geht um die eigene Gesundheit und nicht zuletzt auch um die eigene Brieftasche. Steigende Krankenkassenprämien oder stagnierende Medikamentenpreise sollen deswegen nicht reflexartig den Apotheken zur Last gelegt werden. Einheitliche, grafisch klar gestaltete Informationsträger tragen wesentlich dazu bei, dass die Botschaften von pharmaSuisse vermittelt und den Kundinnen und Kunden die diffuse Unsicherheit vor einem Gesundheitswesen, das aus dem Ruder läuft, genommen werden können.

Die Fähigkeit der Schlange, sich zu häuten, symbolisiert Erneuerung, Wiedergeburt und Heilung. pharmaSuisse wagt mit der Neugestaltung des Erscheinungsbildes und der Fokussierung seiner Kommunikation den Aufbruch, legt Altes ab und wagt Neues.