Partner für den Klimaschutz Stämpfli AG und myclimate

20.12.2015
04/2015
  • Fokus

Seit 8 Jahren arbeitet die Stämpfli AG mit der Stiftung myclimate zusammen. Seither verfügt das Grossunternehmen über ein effizientes Management seiner CO2-Emissionen und bietet klimaneutrale Druckprodukte an. Dahinter steckt ein Schweizer Klimaschutzprojekt.

Die Druckbranche ist energie- und ressourcenintensiv. «Gerade bei Produktionsprozessen lassen sich jedoch viele Einsparungen erreichen», sagt René Estermann, der Geschäftsführer von myclimate. Die Stiftung mit Sitz in Zürich hat sich dem Klimaschutz verschrieben. Konkret geht es darum, den weltweiten Ausstoss der den Klimawandel verursachenden Treibhausgase zu vermeiden und zu reduzieren. Weiter führt er aber mit Bezug auf die Druckprozesse aus, «dass trotzdem unvermeidbare Emissionen entstehen». myclimate propagiert aber nicht etwa den Verzicht auf Drucksachen, vielmehr bietet die Stiftung als Klimaschutzpartner einen ganzheitlichen Ansatz. Druckprozesse werden analysiert, die Treibhausgasemissionen identifiziert und Effizienzmassnahmen eingeführt. Die verbleibenden CO2-Emissionen werden in qualitativ hochwertigen Klimaschutzprojekten kompensiert. Als Resultat kann das Druckunternehmen sogenannt «klimaneutrale» Drucksachen anbieten, die dem Klima nachweislich nicht zur Last fallen.

CO2-Bilanz: transparent und zukunftsorientiert

Die Stämpfli AG hat sich 2008 entschlossen, über ihre eigenen Effizienzbestrebungen hinaus klimaneutrale Druckprodukte anzubieten, und deshalb die Partnerschaft mit myclimate lanciert. Essenzieller Bestandteil des Engagements ist ein transparentes Monitoring der firmeneigenen CO2-Emissionen. Zusammen mit myclimate wurden alle Emissionsquellen eruiert, deren konkreter Ausstoss berechnet und bilanziert. Wie in der Grafik ersichtlich, ist das Gesamtvolumen an CO2-Ausstössen des Unternehmens in den letzten Jahren tendenziell wachsen. Dies war zu erwarten, denn auch der Papierbezug von Stämpfli hat seit 2008 um 62% zugenommen. Als zukunftsorientiertes Engagement für den Klimaschutz führte zum Entscheid, den Kunden die Chance zu geben, ihren Anteil an diesen Emissionen zu kompensieren. Konkret bedeutet dies eine Kompensation in myclimate-Klimaschutzprojekten.

Kompensation durch Klimaschutzprojekte 

myclimate entwickelt und unterstützt Projekte, die durch eine Abkehr von fossilen hin zu erneuerbaren Energien, aber auch durch Effizienzsteigerungen CO2-Emissionen einsparen. Diese eingesparten Emissionen werden berechnet, von unabhängigen Instanzen geprüft und international zertifiziert. Durch eine Investition in solche Klimaschutzprojekte kompensiert die Stämpfli AG die verursachten CO2-Emissionen eines Produkts und kann es als klimaneutrale Drucksache anbieten. Die meisten dieser Projekte befinden sich in Entwicklungs- oder Schwellenländern. Der Grund hierfür ist einfach, wie Estermann bestätigt: «In diesen Ländern lassen sich die finanziellen Mittel viel effektiver einsetzen, ausserdem sind dort spürbare Verbesserungen der Lebensbedingungen zu erreichen.» Allerdings gibt es durchaus auch Projekte in der Schweiz. Die Stämpfli AG kompensiert z.B. in einem internationalen Projekt in Qori Q’oncha, Peru, sowie in einem Schweizer Projekt. Das Programm in Peru unterstützt die lokale Produktion und Anwendung von effizienten Kochern mit Kamin in abgelegenen Haushalten. Dadurch sollen in erster Linie die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung langfristig verbessert werden. Zudem wird der Bedarf an nicht-nachhaltig bewirtschaftetem Holz gesenkt. Dies führt zu einer Reduktion der CO2-Emissionen und schützt den lokalen Wald. Das Schweizer Projekt umfasst zwei Biogasanlagen in den Kantonen Luzern und Aargau. Die Anlagen verwerten tierische Exkremente und Bioabfälle, was mehrere Vorteile mit sich bringt. Das organische Material wird in einem Gärtank zu Biogas, das einerseits in Wärme und andererseits in Elektrizität umgewandelt wird. Am Ende des Prozesses bleibt hochwertiger Dünger, der von den Bauern verwendet werden kann. Kernstück des Projekts ist jedoch, dass die Verwertung der organischen Abfälle Methanemissionen verhindert. Methan ist wie CO2 ein Treibhausgas und sogar 25-mal schädlicher für das Klima. Die durch ein vielfältiges Schweizer Projekt verhinderten Emissionen stecken somit in den klimaneutralen Drucksachen der Stämpfli AG. Die Zusammenarbeit ist ein Bekenntnis zur Umwelt und zu einer langfristig ausgerichteten Unternehmensstrategie. Kunden werden in Zukunft noch stärker auf Klimaneutralität pochen. Daher hat ein hier gut aufgestelltes Unternehmen einen klaren Wettbewerbsvorteil. Und am Ende profitiert das Klima, etwas, dem wir uns alle nicht entziehen können.