Polarlichter

20.12.2017
04/2017
  • Fokus

Polarlichter sind Lichterscheinungen, die auf beiden Hemisphären parallel in ­Polnähe auftreten. Im Norden nennt man sie Nordlichter oder Aurora borealis, auf der Südhalbkugel entsprechend Südlichter oder Aurora australis.

Die Erscheinung wird durch Sonnenwinde hervorgerufen. Die Sonne stösst andauernd elektrisch geladene Teilchen aus. Diese durchqueren mit riesiger Geschwindigkeit das Weltall. Je nach Stärke des Sonnenausbruchs treffen sie nach ein bis zwei Tagen bei der Erde ein. Hier werden sie vom Magnetfeld der Erde eingefangen und in Richtung der Pole abgelenkt. In dieser Bewegung kommen die Teilchen von der Sonne mit erdeigenen Atomen in Kontakt, die dadurch Energie aufnehmen und zu leuchten beginnen.

Die Farbe der sichtbaren Lichter ist davon abhängig, in welcher Höhe dies geschieht und welche Atome energetisch aufgeladen werden. Sauerstoffatome ergeben meist ein grünes oder auch rotes  Licht, während Stickstoffatome violettes und blaues Licht hervorrufen.

Nordlichter, die von normalen Sonnenwinden stammen, sind nur im Norden zu beobachten. Bei stärkeren Sonnenstürmen kann die Erscheinung auch mal weiter südlich zu sehen sein, aber das ist eher selten. Die Sonnenaktivität scheint zudem einem Zyklus von rund elf Jahren zu folgen, was bedeutet, dass ungefähr in fünf Jahren voraussichtlich wieder eine intensivere Polarlichtphase folgen könnte.