Farbechtes Licht

20.12.2017
04/2017
  • Fokus

Wir sprechen von Metamerie, wenn die Farben zweier Objekte unter einer ­bestimmten Lichtart (z.B Tageslicht) identisch wirken, sich dieselben Farben aber ­unter einer anderen Lichtart (z.B. Glühlampenlicht) voneinander unterscheiden.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine blaue Jacke, bei der die verwendeten Stoffe für Ärmel und Rückenteil Metamerie aufwei–sen – die Jacke würde im Tageslicht farblich perfekt aussehen, am Abend bei Glühlampenlicht erschiene die Farbe der Ärmel jedoch komplett anders als der Rest.Aus diesem Grund wird in der Bildabteilung und der Druckerei die Beurteilung von ­Proofs unter einem sogenannten Normlicht durchgeführt. Dieses Licht entspricht einer Farbtemperatur von rund 5000 bis 6500 Kelvin und somit dem genormten Standard für Tageslicht in der grafischen Branche.

Wenn Bilder anhand von Proofs vor Ort beim Kunden besprochen werden müssen, dann kann nicht immer auf eine genormte Lichtumgebung zurückgegriffen werden. Hier besteht die Möglichkeit, mithilfe eines Metameriekeils festzustellen, ob die Licht­umgebung für die Beurteilung geeignet ist oder nicht. Zeigen sich die Farbfelder alle farblich identisch, so haben wir gutes Umgebungslicht, weichen die Farben jedoch massiv voneinander ab, kann keine korrekte Beurteilung vorgenommen werden. In den meisten Fällen finden wir die besten Lichtverhältnisse an einem mit Tageslicht gut durchfluteten Fenster.