«Die Marginalie» wird 50  ein Rückblick

20.03.2014
01/2014
  • Fokus

Die Hauszeitschrift der Stämpfli AG erscheint seit 1964. Wer sie ins Leben gerufen hat, wie sie aufgebaut war und was sich in den 50 Jahren veränderte, erfahren Sie in dieser Retrospektive.

Samuel und Jakob Stämpfli begründeten 1964 den Schritt zur Herausgabe einer Hauszeitschrift mit folgenden Sätzen: «War es im kleineren Betrieb noch möglich, einen persönlichen Kontakt vom Prinzipal zum Mitarbeiter und auch von Mann zu Mann im Betrieb aufrechtzuerhalten, so wird das mit zunehmender Betriebsgrösse beträchtlich schwieriger oder gar unmöglich.Es ist klar, dass eine Zeitung nicht einfach anstelle eines Menschen treten kann; aber sie kann doch als Brücke dienen und Beziehungen anknüpfen, die sonst unterbleiben würden.» Um die neue Hauszeitschrift lebendig zu halten, nahmen sie auch die Mitarbeitenden in die Pflicht: «Mit aktiver Teilnahme, vor allem mit Schreiben von Artikeln, haben Sie es in der Hand, Ihren Teil zum Gelingen beizutragen.»

Geschäftsleitung

Regelmässigste Mitarbeiter an der Hauszeitschrift blieben nebst der Redaktion die Vertreter der Geschäftsleitung. Vorerst zum Jahresschluss, in neuerer Zeit als Verfasser der Leitartikel, machten sie die Leserschaft mit den Veränderungen technischer und organisatorischer Art im Betrieb vertraut sowie auf die jeweilige wirtschaftliche Lage und die Probleme, denen sich das Unternehmen gegenübergestellt sah, aufmerksam. Schliesslich dürfte 2011 Rudolf Stämpfli manchem Pflichtautor aus dem Herzen gesprochen haben: 

Rudolf Stämpfli

Redaktion

Erster Redaktor war Hans Gugger, der bei Stämpfli vom Druckerlehrling bis zum Direktor verschiedene Positionen innehatte und überdies ein autodidaktisch erworbenes immenses Wissen über Kunst und Kunstgeschichte besass, das er reichlich in die neue Hauszeitschrift einfliessen liess. 1976 übernahm Personalchef Walter Grimm das Amt. Er baute die Zeitschrift zu einer wirklichen Personal- und Kundenzeitschrift um und gab ihr eine neue Struktur. Seine Nachfolgerin, Ursula Wamister, redigierte  «Die Marginalie» während knapp dreier Jahre, bevor die Zeitschrift 1992 zu Bruno Benz und Antonia Lüthi in den Bereich des Korrektorats überging. Hier ist sie nach der Übergabe an Andrea Huggler im 50. Jahrgang bis heute angesiedelt. Seit 1992 unterstützt eine aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Zweige der Firma zusammengesetzte Redaktionskommission die Redaktorin.

Gestaltung

Die Gestaltungsaufgabe versahen einst Eugen Götz-Gee, Peter Sennhauser und Markus Lehmann, und es ist erstaunlich, was sie alles aus dem knappen Format herauszuholen wussten. Später übernahmen dies die lernenden Polygrafen. Die erste grosse Umgestaltung fand 1978 statt. Die Times löste die Univers ab, und Eugen Götz-Gee schuf Piktogramme, mit denen die einzelnen Rubriken gekennzeichnet waren. Mit blauen Würfeln und der Schrift Frutiger hatte sich die Firma 1988 einen neuen Auftritt gegeben, den auch die Hauszeitschrift mitvollzog. 1998 trat das heutige Firmenlogo an die Stelle der Würfel. Wiederum passte sich «Die Marginalie» entsprechend an: Sie ist seither zweispaltig, und als Textschrift dient wieder die Times.

Kunden, Autoren und weitere Persönlichkeiten

Seit vielen Jahren werden in jeder Ausgabe auch Kunden und andere externe Personen vorgestellt. Die Anfänge der Rubrik «Aus unserem Kundenkreis» gehen auf das Jahr 1980 zurück, als Professor Leo Schürmann, Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft, ein bekannter Jurist, Politiker und Verlagsautor, interviewt wurde. In der Folge fanden Gespräche mit oder Berichte über unzählige Persönlichkeiten ihren Niederschlag in der «Marginalie», die als Kunden oder Autoren, Politiker und Verbandsfunktionäre mit dem Hause Stämpfli verbunden waren.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Walter Grimm begann gleich zu Beginn seiner Tätigkeit damit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu porträtieren und sie nicht nur nach ihren beruflichen und privaten Daten, sondern auch nach ihren Lieblingsmenüs und ihren Hobbys zu befragen. Seit 1992 bietet man den neu Eingetretenen Gelegenheit, sich selber vorzustellen oder sich nach eigenen Angaben von der Redaktion vorstellen zu lassen. Beiträge über Mitarbeitende kommen auch vor, wenn sie ein 25- oder 40-Jahr-Jubiläum im Betrieb feiern können. In neuerer Zeit sind zudem auch Berufsporträts gemacht worden.Nicht zuletzt erinnerte die Rubrik «Polen» seit 2008 daran, dass Stämpfli neben Bern und Zürich auch in Warschau eine Niederlassung hat.

Sport und Gesundheit

In der ersten Ausgabe der «Marginalie» meldete sich der Sportklub Stämpfli zu Wort. Es gebe ihn nun schon seit vier Jahren, erfährt man, und allwöchentlich lese man «ja am schwarzen Brett von neuen Erfolgen, von stolzen Siegen und von unvermeidlichen Niederlagen». Zu den anfänglichen Disziplinen Korbball, Fussball, Berg- und Skisport sind im Laufe der Zeit viele andere wie Velofahren und Schiessen hinzugekommen. Der Sportklub muss sich wohl im Laufe der 1980er-Jahre aufgelöst haben, aber Berichte über sportliche Betätigungen von frei formierten Gruppen oder von der Gesundheitsgruppe gibt es bis heute.