Der SVLT – vom Traktorverband zum ­anerkannten Bildungsanbieter

20.09.2012
03/2012
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Der Schweizerische Verband für Landtechnik SVLT besteht seit 1924 und ist eine politisch unabhängige Dachorganisation von 22 Sektionen und dem Fachverband «Lohnunternehmer Schweiz». Er setzt sich die Interessenvertretung, die Weiterbildung, die Information und die Erbringung von Dienstleis­tungen im Bereich der Motorisierung und der Technik für die Landwirtschaft sowie im landwirtschaftsnahen Umfeld zum Ziel.

Verbandssitz in Riniken AG

Am Verbandssitz und beim Kurszentrum des SVLT in Riniken AG arbeitet ein kleines Team von zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zwei weitere Mitarbeiter französischer Muttersprache sind beim Westschweizer Kurszentrum in Moudon VD angestellt.

Schlanke Strukturen

In Sorge um schlanke Strukturen sind an der Delegiertenversammlung 2011 neue Statuten geschaffen worden. Der neue Vorstand besteht nunmehr aus neun Personen, die sich aus den Sektionen rekrutieren. Neuerdings können auch externe Fachkräfte dem Vorstand angehören. SVLT-Präsident ist zurzeit Nationalrat Max Binder. Im Sinne von Diskussionsforen fungieren regelmässig einberufene Regional- und Kaderkonferenzen. Weiter bestehen drei ständige Fachkommissionen zu Weiterbildung, Information und Dienstleis­tungen sowie eine Geschäftsprüfungskommission.

Interessenvertretung

Wer hat sich auf der Strassenfahrt nicht schon über die Behinderung wegen eines landwirtschaftlichen Transportes geärgert. Dagegen ist man froh über gut signalisierte Maschinen und Geräte, damit diese richtig eingeschätzt werden können. In beiden Fällen sorgt der SVLT als Teil eines breit gefächerten Netzwerks von Organisationen durch Vorschläge, Mitsprachen und wenn nötig Einsprachen für den Konsens und für gute Rahmenbedingungen. Der SVLT vertritt seine Mitglieder mit dem Ziel, betriebliche Entwicklungen ökonomisch und ökologisch zu fördern. Schwerpunkte sind Strassenverkehr, überbetrieblicher Maschineneinsatz und Unfallverhütung.

Weiterbildung/Dienstleistungen

Der Fahrkurs G40 ist die bemerkenswerte schweizerische Fahrausbildung für Jugendliche ab 14 Altersjahren auf landwirtschaftlich eingelösten Fahrzeugen bis 40 km/h. Sie wurde in enger Zusammenarbeit mit den Strassenverkehrsämtern vom SVLT entwickelt. Hunderte von Jugendlichen lernen Jahr für Jahr sicheres Traktorfahren. Die Schulung der G40-Instruktoren obliegt ebenfalls dem SVLT. Viele Werkstattkursangebote an den Kurszentren und Weiterbildungsangebote gemäss Chauffeurzulassungsverordnung (CZV) sowie Staplerkurse und Fachtagungen vervollständigen das Bild eines aktiven zertifizierten Bildungsanbieters.

Information

Der SVLT gibt sein Fachorgan seit 1938 als wichtiges Bindeglied zu den Sektionen und Mitgliedern und als Informationsmittel für die Mitglieder und Abonnenten (nebst den Webauftritten agrartechnik.ch, g40.ch und fahrkurse.ch) in deutscher und französischer Sprache heraus. Die Fachzeitschrift erscheint elf Mal pro Jahr unter dem Titel «Schweizer Landtechnik» und «Technique Agricole». Sie zeigt laufend Neuheiten, Trends und Maschinenübersichten auf, berichtet über neue Traktoren und Landmaschinen und erläutert betriebswirtschaftliche, energetische sowie ökologische Fragestellungen. Hohe Bedeutung wird auch den Sicherheitsaspekten beigemessen. Den Mitgliedern bietet sie einen Zugang zu den Weiterbildungs- und Dienstleistungsangeboten und zu den Informationen aus den Sektionen. Partner auf der Inseratenseite ist Espace Media AG, Fachmedien Agrar. Die Publikation wird bei Stämpfli Publika­tionen seit 2010 gelayoutet, gedruckt und versandt. Das Blatt hiess zur Gründungszeit noch «Der Traktor», dann «Der Traktor und die Landmaschine». Die Umbe­nennung in den aktuellen Titel erfolgte 1971.

22 Sektionen – 1 Fachverband

Die rund 21 000 Mitglieder sind dem SVLT über ihre 22 Sektionen (in der Regel Kantonalverbände mit der Rechtsform von Vereinen) angeschlossen. Sie befinden selbstständig über ihre innere Organisation, ihr Tätigkeitsprogramm und ihre Finanzen. Der Fachverband Lohnunternehmer Schweiz setzt sich spe­ziell im Bereich des überbetrieblichen Maschineneinsatzes und im Allgemeinen für Raumplanungsanliegen ein. Er bemüht sich, den Lohnunternehmern vertretbare Rahmenbedingungen für die betriebliche Entwicklung zu schaffen.