Lernstunden beim Eindunkeln

20.09.2015
03/2015

Ich finde mich abends, alleine mit meinen Büchern und einem Snack, im Stämpfli Gebäude wieder. Die Storen schliessen pünktlich um 19.30 Uhr. Klicken in der Decke − was das sein mag? Ich höre den Lift, er fährt zwischen UG und EG. Das muss der Schichtwechsel in der Produktion sein. Ausser unter meiner Lampe ist es dunkel. Mein Fokus zielgerichtet.Der Schreiber kritzelt übers Papier und füllt Seite um Seite. Kopf und Ordner werden immer voller. Bücher, Handouts und Notizen fügen sich in meinen eigenen Worten zusammen.Das Ziel rückt täglich näher. Die einzelnen Themen verschmelzen und ergeben ein Ganzes. Das Lernen hat sich längst auf meinen Alltag ausgeweitet. Welche Kampagnen setzen welche Firmen mit welchem Ziel um? Wer wird damit angesprochen und wie viel mag das kosten? Gäbe es bessere Umsetzungsmöglichkeiten?Meine Gedanken kreisen. Die Seiten aus meinen Zusammenfassungen versuche ich wie Bilder einzuprägen. Auch das Mentaltraining bringt das Kribbeln nicht ganz weg. Ob ich im richtigen Moment das Gelernte abrufen kann? Und ist ­das Gelernte wirklich das, was an der Prüfung gefragt ist?Es hat sich gelohnt. Das gewonnene Wissen bereichert meinen Alltag und der eidgenössische Fachausweis Marketingfachfrau anerkennt offiziell meinen Einsatz. Nach der ganzen Lernerei fühlt es sich umso besser an.