Persönlich im Gespräch

20.03.2018
01/2018

Hans Hiltebrand, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Suisselearn Media AG, spricht über das neue Kommunikationskonzept, die Herausforderungen im Jahr 2018 und die digitale Veränderung im Geschäftsumfeld.


Zur Person

Hans Hiltebrand, Jahrgang 52, ist verheiratet  und  hat einen erwachsenen Sohn. Als Ausgleich neben Geschäftsleitung und Verwaltungsrat zieht es ihn in den Garten oder auf den Tennisplatz. Ausserdem wandert er gerne und fährt leidenschaftlich Ski.Daneben engagiert er sich als Stiftungsratspräsident eines Alterszentrums.


Herr Hiltebrand, in welcher Branche sind Sie tätig?

Hans Hiltebrand: Die Suisselearn Media AG mit den Marken ingold-biwa und INGOLDVerlag ist ein Handelshaus mit einer eigenen Produktion und einem Verlag für Lern­material und Lernmedien.

Welches sind Ihre Herausforderungen für 2018?

Die Umsetzung unseres neuen Kommuni­kationskonzeptes, das zum Ziel hat, Informationen zu bündeln und klar zu gliedern.Dazu gehört unser neuer Webauftritt, der über Aktuelles informiert, Hintergrund­informationen zu unserer Verlagsarbeit vermittelt und Gesichter zeigt von Personen, die die Suisselearn Media AG prägen. Der auf der Website integrierte E-Shop vereinfacht das Bestellen für unsere Kunden. Ein übersichtlicher Aufbau, die klaren Strukturen, die neuen Filterfunktionen und die Artikelsuchfunktion führen den Benutzer schneller zum Ziel. Die darauf abgestimmten Kata­loge animieren zum Blättern und zeigen Teilsortimente. Der Newsletter «Impulse für Schule und Bildung» berichtet zudem viermal jährlich über Neuheiten und Wissenswertes.

Die Verknüpfung all dieser Kanäle ist eine grosse Herausforderung und wird dank der technologischen Lösung von Stämpfli vereinfacht.

Welchen Stellenwert hat Kommunika­tion bei einem B2B-Unternehmen wie der Suisselearn Media AG?

Der Stellenwert der Kommunikation steigt, sie wird immer wichtiger, aber auch komp­lexer und aufwendiger, sprich teurer. Wichtig ist ein Abwägen zwischen Aufwand und Ertrag.

Wie kommunizieren Sie mit Ihren 
Kunden? Welche Kanäle nutzen Sie?

Unsere acht Aussendienstmitarbeiter besuchen täglich Schulen, und das Team im Kundendienst berät Kunden am Telefon. Unsere Website bietet viele Hintergrundinforma­tionen, unser E-Shop steht für das bequeme und schnelle Bestellen zur Verfügung. Die Kataloge liegen in unseren Ausstellungen an den Standorten Herzogenbuchsee, Ulisbach-­Wattwil und Ecublens auf. Dort kann auch das Material angefasst und ausprobiert werden. Wichtig sind das Zusammenspiel und die Abstimmung der einzelnen Kanäle.

Inwieweit unterstützt Sie Stämpfli AG in der Kommunikation?

Stämpfli unterstützt uns seit Jahren und ist ein zuverlässiger Partner. Vorteilhaft sind auch die zum Teil jahrelangen Kontakte mit denselben Mitarbeitern, was die Zusammenarbeit erleichtert.

Wir verwenden beim Druck von Katalogen oder Verlagserzeugnissen das PIM-System mS3 (Artikeldatenhaltung), Comet nutzen wir für die Katalogproduktion (Druck­vorstufe), die eyebase-Datenbank lässt uns Bilder verwalten, TYPO3 CMS setzen wir für den Webauftritt ein, und für den E-Shop haben wir teilweise Programmierarbeiten bei Stämpfli bezogen.

Welche externen Themen beeinflussen Sie?

Einerseits der Lehrplan 21, das heisst, wir müssen unser Sortiment, vor allem aber 
unsere Verlagserzeugnisse den neuen Anforderungen anpassen.

Andererseits die Gemeinde- und Schul­zusammenschlüsse zu grösseren Einheiten – die schulgeleiteten Schulen stellen uns vor neue Herausforderungen. Auch die Globalisierung macht vor unserer Haustüre nicht halt.

Erkennen Sie einen Trend zu Lernen und Ablegen von Prüfungen auf elektronischen Medien?

Unsere Tätigkeit beschränkt sich hauptsächlich auf die Volksschulstufe, von der Spielgruppe über den Kindergarten bis zur Primar- und Sekundarstufe 1 oder nach Lehrplan 21 von Zyklus 1 bis 3. Vor allem in der Primar- und Sekundarstufe 1 wird viel Geld in die elektronischen Medien investiert.

Elektronisch lernen und Prüfungen ablegen steckt aber noch in den Kinderschuhen. Es fehlen die Lehrmittel (Software), abgestimmt auf die Lehrpläne. Auch sind viele Lehrkräfte noch nicht entsprechend ausgebildet und deshalb überfordert. Der Trend wird und soll sich nicht aufhalten lassen. Es dauert noch eine Weile, ich bin aber überzeugt, dass es nie eine rein digitale Schule bzw. ein rein digitales Lernen geben wird. Jeder Schüler wird auch in Zukunft seine eigene Handschrift erlernen müssen. Und der handlungsorientierte Unterricht wird an Bedeutung gewinnen.


Gründung: 2011 Sortiment: lehrplangerechtes Sortiment mit über 10 000 Artikeln für Spielgruppen, Kindergärten, Primar- und Sekundarstufe 1 und schulähnliche Institutionen in der ganzen Schweiz sowie mit grosser Auswahl für Spitäler und Altersheime. Das Angebot umfasst die Bereiche Schulmaterial, Werken/Gestalten und Lernmedien. Kunde bei Stämpfli AG: seit 2011 Produkte bei Stämpfli AG: mS3 PIM, Comet, eyebase, TYPO3 CMS, Design für neue Website und E-Shop, Katalogdruck, Newsletter Website: www.ingold-biwa.ch