Näher zusammengerückt

20.03.2014
01/2014
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Seit Anfang dieses Jahres herrscht mehr Betrieb an der Wölflistrasse. Mit dem Kompetenzzentrum Mobilcity haben diverse Verbände und Dienstleister aus der Mobilitätsbranche einen neuen Arbeitsort. Dazu gehört auch der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG, ein Geschäftspartner von Stämpfli Publikationen.

«Wir sind hier auf einer Etage, haben offene Räume und sind viel näher an unserer Branche», bemerkt Reto Jaussi zufrieden, wenn er über seinen neuen Arbeitsplatz spricht. «Die neue Umgebung ist viel lebendiger, professioneller, kommunikativer, einfach eine Bereicherung.» Jaussi ist Vizedirektor beim Schweizerischen Nutzfahrzeugverband ASTAG, der Anfang Januar von der Weissenbühlstrasse an die Wölflistrasse gezogen ist. Mit der ASTAG haben neun weitere Verbände und Dienstleister aus dem Bereich Mobilität ihren Sitz in die drei neu errichteten Gebäude des Kompetenzzentrums Mobilcity verlegt. Dieser räumliche Zusammenschluss kommt nicht von ungefähr. «Mit einer gemeinsamen Mission und mit geeinten Kräften» soll, laut Mobilcity, «ein leistungsfähiges und zukunftsorientiertes Kompetenzzentrum für das Auto- und Transportgewerbe» entstehen.

Nah dran

«Vorher waren wir auf vier Stockwerke verteilt, ein Kontakt untereinander war also selten und nur mit Umständen verbunden», hält Jaussi fest. «Heute sehe ich meine Arbeitskollegen täglich und kann mich mit ihnen austauschen, was die Arbeit und die Abläufe ungemein erleichtert.» Die Nähe aber ist nicht nur unter den Mitarbeitenden bemerkbar. Mit dem neuen Standort im Berner Wankdorf-Schermenareal verfügt die ASTAG über eine direkte Anbindung an das Autobahnnetz und somit auch zur eigenen Branche. Der Verband vertritt die Interessen aller im Strassentransport tätigen Unternehmen. Neben gewerblichen Transportunternehmen und dem Werkverkehr gehören da auch die Car- und Taxibranche dazu. Verkehrssicherheit, Ökologie sowie wirtschaftliche und soziale Verträglichkeit sind dabei die Kernthemen des 1979 gegründeten Verbands, der aus dem damaligen Verband Schweizerischer Motorlastwagenbesitzer entstanden ist.

Politik und Bildung

Mit schweizweit rund 4700 Mitgliedern in 18 regionalen Sektionen ist die ASTAG auch zentrales Sprachrohr in der hiesigen Verkehrspolitik. Von den hierzulande rund 7000 tätigen Firmen im Bereich Strassentransport sind circa 5000 bei der ASTAG registriert. Neben der politischen Funktion ist auch die Bildung ein elementarer Bestandteil des Verbands. Etwa angehende Lastwagen- und Carführer sowie Strassentransportdisponenten können einen staatlichen Abschluss erlangen. Zudem führt die ASTAG im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr seit 2001 die Schulung für die EU-Transportlizenz durch und ist in der staatlichen Prüfungskommission vertreten.

Glückliche Nachbarn

Mit dem Umzug an die Wölflistrasse ist die ASTAG nicht nur näher an Partnerverbände aus dem Auto- und Transportgewerbe gerückt, sondern auch an Stämpfli. Seit 2012 ist die Stämpfli Publikationen AG Geschäftspartnerin der ASTAG. Neben diversen Broschüren und Schriftenreihen wurde im letzten Jahr auch ein neues CI/CD-Manual für den Verband realisiert. Die Freude über Neuzugezogene ist also umso grösser, wenn man sie bereits kennt und schätzt.

Mehr Dynamik

Mit dem Umzug in die Mobilcity hegt die ASTAG, laut Jaussi, die Absicht, noch professioneller aufzutreten und das Bild eines innovativen und dynamischen Verbandes zu vermitteln. «Mit der gemeinsamen, optimalen Infrastruktur haben wir jetzt ein grosses Synergiepotenzial untereinander.» Unter Infrastruktur versteht Jaussi auch die zahlreichen Schulungsräume. «In Zukunft wollen wir mehr junge Leute für den Beruf des Lastwagenführers gewinnen.» 


Gebündelte Kompetenz

Die Mobilcity ist ein Kompetenzzentrum bestehend aus zehn Verbänden und Dienstleistungen, die in den Bereichen Automobilität und Transport tätig sind. Dazu gehören, neben den 220 Arbeitsplätzen, auch 170 Ausbildungsplätze im Bereich Grundbildung sowie 80 im Bereich Weiterbildung. Zudem wird hier kulinarisch einiges geboten: Ein Restaurant mit vielseitiger Küche sowie ein Bistro mit Lounge sind auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit der Fertigstellung der drei Gebäudekomplexe auf einer Fläche von rund 15000 m – dazu gehören ein sechsstöckiges Bürogebäude sowie zwei Werkstatthallen – wurde die Mobilcity im Dezember 2013 in Betrieb genommen.