Kommunikation im Fluss

20.06.2017
02/2017

Kommunizieren war noch nie so anspruchsvoll wie heute: Damit alles wie im Fluss daherkommt, braucht es heute mehr – vor allem ein neues Denken.

Kommunikation kann vieles, Hauptsache sie fliesst. Ob gemütlich wie ein Bergbächlein oder reissend wie ein Strom: In welcher Art und mit welcher Intensität sie fliesst, hängt vor allem von der Zielsetzung ab. Ihre Lenkung erinnert aber weniger an die Natur als an hochtechnische Abläufe. Beruflich gesehen fühle ich mich wie ein Entscheider in einer grossen Schaltzentrale, der alle Instrumente und Knöpfe vor sich hat, um die richtige Entscheidung für seine Kunden zu fällen. Dieser Schaltzentrale Herr zu werden, ist in den letzten Jahren nicht einfacher geworden. Wir leben in einer zunehmend globalisierten Gesellschaft, die Kommunikation gestaltet sich komplexer, die Anforderungen an die Kommunikatoren steigen. Klar, es gibt sie, die Einfachheit, die sich jeder wünscht – Apple führt sie uns mit seinen Produkten immer wieder aufs Neue vor. Aber was auf der Produktebene gilt, lässt sich nicht so einfach auf die Praxis der Kommunikation übertragen.In unserem digitalen Zeitalter ist richtig etwas los: Neue Möglichkeiten pulsieren auf dem Markt, bisher unbekannte Plattformen und Instrumente breiten sich in Windeseile aus. All das gilt es in der Kommunikationsplanung zu nutzen und zu vernetzen. Entscheidend ist es, den Blick aufs Ganze zu wahren. Der Geschichtenerzähler – heute Storyteller – muss alle vorhandenen Touchpoints kennen und sie als Grundlage nutzen, um seine Geschichten mediengerecht zu positionieren. Und trotz ganzheitlichem Ansatz – die spannende Dramaturgie der einzelnen Botschaften gilt es nicht zu vernachlässigen, sondern zu betonen.Wer das berücksichtigt, hat schon viel getan, um den Kommunikationsfluss in die richtigen Bahnen zu lenken und die gefährlichsten Stromschnellen zu umschiffen. Aber gerade der Quelle, dem Ort, wo der Fluss entspringt, gilt ein besonderes Augenmerk. Bevor die Kommunikation sprudeln darf, wartet konzeptionelle Knochenarbeit. Ich muss wissen, was genau ich vermitteln will und in welcher Form – Text, Grafik, Foto und Film oder eine Kombination aus Verschiedenem. Weiter muss ich klären, zu welchem Zeitpunkt ich kommuniziere, über welchen Kanal und wie ich die einzelnen Botschaften und Kanäle vernetze. Immer im Zentrum dabei: die Geschichte, sprich die kreative Leitidee.Diese anspruchsvolle Ausgangslage führt in der Wirtschaft dazu, dass in den Unternehmen ein Umdenken stattfinden muss, das oft strukturell bedingte «Gärtchendenken» hat in Zukunft ausgedient. Kräfte und Know-how fusionieren – das ist die Lösung, die einem Unternehmen langfristig Erfolg am Markt und in der Kommunikation verspricht. Die neue Denkart muss Abteilungen wie Marketing, Unternehmenskommuni­kation und Dritte, die mit den Zielgruppen nach aussen und innen kommunizieren, gleichermassen umtreiben. Sie sorgen dafür, dass der Fluss der Kommunikation nicht nur plätschert, sondern einen starken Sog ent­wickelt.


Kontakt

Falls Sie Interesse haben, mit mir über Ihren Kommunikationsfluss zu sprechen, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme:

Dominic Eichenberger 

Leiter Stämpfli Kommunikation  dominic.eichenberger@staempfli.com 031 300 65 65 www.staempfli-kommunikation.ch www.behance.net/kommunikation