Ernährung – Energiereserven des Menschen

20.06.2018
02/2018

Energielose Tage kennen wohl viele von uns. Ursachen dafür können Schlafmangel, Bewegungs- oder auch Nährstoffmangel durch eine unausgewogene Ernährung sein. Dies zeigt sich im Alltag dadurch, dass wir Tätigkeiten nicht mit der üblichenProduktivität ausführen können.

Alle biologischen Prozesse in unserem Körper benötigen Energie. Dazu gehören verschiedene biochemische Prozesse, die für unsere Körperfunktionen wie die Wärmeregulation unerlässlich sind, sowie die körperliche Aktivität u.a. beim Sport.

Der tägliche Energiebedarf entspricht dem Energieverbrauchund wird beeinflusst von Körpergewicht, Körperzusammensetzung, Geschlecht, Alter, Gesundheitszustand, ethnischer Herkunft sowie von der Umgebungstemperatur. Der Tagesenergiebedarf ist folglich individuell definiert und setzt sich aus dem persönlichen Grundumsatz und dem Leistungsumsatz (Physical Activity Level, PAL-Wert) zusammen. Für die Berechnung des persönlichen Grundumsatzes gibt es unterschiedliche Formeln, bei denen insbesondere Körpergewicht und Körpergrösse eine Rolle spielen. Der PAL-Wert bewegt sich zwischen 1,2 (ausschliesslich sitzende oder liegende Lebensweise) und 2,4 (körperlich anstrengende berufliche Arbeit oder sehr aktive Freizeittätigkeit). Für die Schweizer Bevölkerung liegt die berechnete tägliche Energiezufuhr im Durchschnitt bei 2661 Kilokalorien (kcal). Der Energiebedarf ist im Vergleichzu früher allgemein gesunken, da sich die Arbeits- und Lebensbedingungen verändert haben. Geräte erleichtern die Arbeit, das Auto und öffentliche Verkehrsmitteldie längeren Arbeitswege. Unser Lebensmittelangebot ist überreichlich. Grundsätzlich nehmen wir über die Ernährung eher mehr Energie auf, als wir eigentlich benötigen.

Die Ernährung liefert Energie in Form von Kohlehydraten, Fett, Protein und Alkohol. Für das Freisetzen der Energie im Körper werden die Lebensmittel zunächst mithilfe von Enzymen im Magen-Darm-Trakt in ihre Grundbestandteile aufgespalten (z.B. Proteine in Aminosäuren). Die Energie liefernden Nährstoffe gelangen anschliessend durch den Darm in unser Blut und werden so zuden verschiedenen Körperzellen, z.B. Muskelzellen, transportiert. Die Energiedichte eines Lebensmittels hängt massgeblich von dessen Wassergehalt ab. Lebensmittel, die reich an Wasser und Ballaststoffen sind, wie Gemüse und Früchte, weisen in der Regel eine geringe Energiedichte auf. Im Gegensatz dazu haben fettreiche Lebensmittel normalerweise eine höhere Energiedichte.Grundsätzlich sollten Nahrungsmittel bevorzugt werden, mit denen nicht unnötig viel Energie aufgenommen wird und die gut sättigen. Dazu gehören insbesondere Vollkornprodukte, Früchte, Gemüse und ungesüsste Getränke.

Eine ausgeglichene Energiebilanz – wir nehmen nur so viel Energie über die Ernährung zu uns, wie unser Körper auch tatsächlich verbraucht – führt zu einem langfristig gesunden Körpergewicht. Wird ein Gewichtsverlust angestrebt, muss folglichdie Energiezufuhr geringer sein als der gegenwärtige Energieverbrauch. Soll das Körpergewicht erhöht werden, muss die Energiezufuhr hingegen höher sein als dergegenwärtige Energieverbrauch.

Ein Energiemangel hat in vielen Fällen eine ungeeigneteErnährung als Ursache. Regelmässige Bewegung und ausreichend Schlaf tragen zusätzlich dazu bei, dass wir uns im Alltag fit und energiegeladen fühlen.


Zur Person

Corinne Seiler studiert im BSc Ernährung und Diätetik im 4. Semester an der Fernfachhochschule Schweiz. Die Teilzeitanstellung in der Marketingkommunikation der Stämpfli AG ermöglicht es ihr, Beruf und Studium unter einen Hut zu bringen. Sie ist begeistert von den zwei unterschiedlichen Fachrichtungen, die ihren Alltag sehr abwechslungsreich gestalten und sie motivieren, ihre Aufgaben in beiden Bereichen, Studium und Beruf, mit voller Energie anzugehen.