Die Zeitschriften meiner Tochter

20.03.2013
01/2013
  • Blickpunkt

Soll ich das gut finden? Meine Tochter bastelt aus gesammelten Werken der Eltern ihre eigene Zeitschrift. Wobei, es sind schon mehrere. Also eigentlich haben wir einen privaten Kiosk zu Hause. Sie nimmt Schere, «Kleberli» und Leim und legt los. Immer wieder kommen Filzstifte zum Zug, damit das Layout auch ihren Vorstellungen entspricht. Doch das bringt mich immer weiter weg vom Thema.

Es stellt sich die Frage, ob ich das zulassen soll. Setzt sie mit Zeitschriften aus Papier und Leim wirklich auf das richtige Pferd? Sollte sie als Achtjährige, sogenannte Digital Native, nicht den Laptop aufklappen und das Ganze digital gestalten? Gleich mit Adobe InDesign eine Native-App für Millionen oder mit HTML5 via Website für noch mehr Millionen Nutzer realisieren? Für Apple-Geräte im iOS-Format und für den Apple Store oder im Adroid-Format von Google und für den Google Play Store? Genügt auch eine mobile Website mit responsive Design? Viele Fragen. Fragen, die sich auch unsere Kunden stellen. Vor allem die Sache mit dem richtigen Pferd im Bereich Publikationen, der mobilen Publikation ist sehr aktuell. Antworten und Lösungen sind vorhanden. Nicht eine, aber eine richtige für jeden Kunden. Und wenn es weiterhin mit Papier, Farbe und Leim ist, kann das der richtige Weg sein.

Meine Tochter wird ihren Weg gehen, bis sie einen oder mehrere für sich stimmigere findet. Das wahre Problem ist übrigens, dass ihr Vater auch so angefangen hat …