Blickpunkte

19.06.2009
02/2009
  • Blickpunkt

Früher sorgte der blaue Dunst noch für hochrote Köpfe. Heutzutage streitet man sich lieber über wichtigere Dinge wie fehlende Preisetiketten im Supermarkt und Nacktwandern.

Rauchen ist ungesund, unvernünftig, unmodern. Darüber ist man sich mehrheitlich einig.

Ab dem 1. Juli ist Stämpfli rauchfrei. Oder fast. Es darf nämlich weiter gequalmt werden – wenn auch nur vor verschlossenen Türen und solange die Suchtemissionen nicht in unzumutbarem Masse über die offen stehenden Fenster in den Sauberluft-Kreislauf der Büros gelangen. Persönliche Freiheit hört dort auf, wo die Nase des anderen beginnt.

Dabei ist der angekündigte Schritt nur folgerichtig. Wer sich über die neue Weisung aufregt oder sich von ihr überrascht zeigt, hat im Kopf ein Parkverbot für Hirnzellen erlassen oder die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahre verschlafen. Und manch eine/r fragt sich sogar: Warum eigentlich erst jetzt?

Wie auch immer. Geniessen wir die Frischluft.