Bekanntschaft mit 60 000 Zahnbürstli

20.03.2007
01/2007
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Anfang Dezember nähert sich der SMfZ-Redaktion (Schweizer Monatsschrift für Zahnmedizin) in Bern ein Lastwagen, kurvt durch die Strassen, zwängt sich durch die Altstadt, kommt seinem Ziel immer näher und stellt seinen Motor schliesslich in der Postgasse ab. Der Lieferwagen hat sechs grosse SBB-Paletten mit ungefähr 60 000 Zahnbürstli geladen.

Der Chauffeur versucht, die geladene Ware in den 2. Stock zu schleppen. Doch dies bleibt wegen eines zu kleinen Liftes, zu grosser Paletten und zu enger Platzverhältnisse ein unmögliches Unterfangen.

In ihrer Not überlegt sich die Empfangsdame, wer genügend Stauraum für 60 000 Zahnbürstli haben könnte. Die aufkommende Hektik beschert der Angestellten einen Geistesblitz. Sie ruft Roland Balsiger von Stämpfli Publikatio­nen an und bittet ihn um Asyl für ihre Zahnbürstli. Der Dame fällt ein Stein vom Herzen, als ihr Roland Balsiger Minuten später die gute Nachricht übermittelt. Das Papier bei Stämpfli würde sich über die Bekanntschaft von 60 000 Zahnbürstli freuen.

Mitte Januar vernimmt der Sachbearbeiter am Telefon wieder die Stimme der Angestellten von SMfZ. Man will die Ware aber nicht zurückhaben, sondern fragt, ob es möglich wäre, dass Stämpfli den Versand der Bürstli übernehmen könnte. An 25 verschiedene Institutionen und Schulen sollen sie in 1000er- und 6000er-Paketen verschickt werden. Dann merkt man, dass ca. 10 000 Zahnbürstli fehlen. Nicht weiter tragisch, man zwackt einfach bei allen Paketen ein paar Bürstli ab und teilt die Mengen anders ein. Stämpfli, das Medienhaus für (fast) alle Belange.