Alle KRAFT in die Produkt­kommunikation!

18.12.2009
04/2009
  • Produkt

Graupner setzt auf eine Produktionsinformationsmanagement(PIM)-Lösung der Kraft.allmedia. Der Marktführer im Bereich RC-Modellsport revolutioniert im 79. Jahr seines Bestehens die Produktkommunikation des Hauses. Neben der automatisierten Erstellung des 1000 Seiten starken Gesamtkataloges in drei Sprachen werden die vier Webshops ab der medienneutralen Datenbasis gespeist, Bilder und Media Assets werden im Media-Asset-Management(MAM)-System gepflegt, das in die Lösung integriert ist.

Evaluation

Stefan Neureither von der Graupner GmbH & Co. KG mit Sitz in Kirchheim/Teck machte sich seine Arbeit als Projektverantwortlicher in der Phase der Evaluierung eines geeigneten PIM-Anbieters nicht leicht. Nach anderthalb Jahren Screenings der am Markt befindlichen Systeme empfahl er der Geschäftsleitung des inhabergeführten Traditionsunternehmens, die Zukunft im Produktionsinformationsmanagement mit der Kraft.allmedia zu gestalten.

Drei Wochen später lag Stefan Graupner eine detaillierte Voranalyse des Projektes vor, die es ihm ermöglichte, eine fundierte Entscheidung in diesem strategisch bedeutenden Bereich zu treffen. Nicht zuletzt ein zementierter Festpreis und die Zusage, den nächsten Katalog zum vorgegebenen Termin datenbankgestützt zu generieren, überzeugten den Unternehmer von der Lösung der Kraft.allmedia, die als Partnerin der Schweizer Marktführerin Stämpfli all media AG auf 20 Jahre Erfahrung bei automatisierten Publika-tionslösungen zurückgreifen kann.

Herausforderungen

Eine der grössten Herausforderungen war – wie oft bei Projekten dieser Art – die Datenmigration aus unterschiedlichen Quellen, wobei der Datentransfer über eine Schnittstelle zum ERP-System vergleichsweise unproblematisch war. Der weitaus grössere Teil der Produktinformationen musste jedoch aus einem Quarkfile übernommen und dabei mit den Daten des Webshops abgeglichen werden. Positiver Nebeneffekt dieser Arbeiten war eine Attributsbereinigung der über die letzten Jahrzehnte gewachsenen Bezeichnungen.

Ebenfalls äusserst positiv dürfte sich die Pflege der Beziehungen von Ersatzteilen und Zubehör über moderne Drag-and-Drop-Technologie innerhalb der medienneutralen Datenbank auswirken. Bisher bewirkte die umständliche Pflege im ERP-System, dass längst nicht alle Beziehungen abgebildet waren. Hier sind in Zukunft deutliche Umsatzzuwächse zu erwarten, da dem Kunden nun sämtliche Zubehörteile im Webshop und ausgewählte im Katalog angezeigt werden können.

Für Printpublikationen implementierte die Kraft.all-media  mit der LayoutBox innerhalb der PIM-Lösung ein Ausgabetool, mit dessen Hilfe Layoutarbeiten realisiert werden können, ohne dabei den Bezug zur Datenbank zu verlieren. Die Besonderheit der LayoutBox besteht in einer bidirektionalen Schnittstelle, die es erlaubt, aktualisierte Daten aus der Datenbank in InDesign zu übernehmen sowie Korrekturen, die in InDesign vorgenommen wurden, in die Datenbank zurückzuschreiben. Hier empfiehlt es sich, um die Qualität der Daten sicherzustellen, den verschiedenen Benutzern individuelle Zugriffsrechte zu erteilen.

Eine weitere Neuheit für Graupner-Produkte: Künftig können sich Modellbauliebhaber online mit Videosequenzen über die verschiedenen RC-Modelle informieren. Die Files werden zentral im Media-Asset-Management-System verwaltet und den entsprechenden Produkten zugeordnet. Im Webshop eröffnen sich somit hervorragende Möglichkeiten, um Funktionsweise und Bauanleitungen zu visualisieren und so auf einfachste Weise das Kaufinteresse zu stärken. Dabei gilt im MAM-System das grundsätzliche Prinzip: einmal an der richtigen Stelle in der Datenbank gespeichert, immer an der passenden Stelle automatisch im Internet dargestellt.

Übersetzungsmodul

Da bei Graupner auch die Erschliessung ausländischer Märkte ganz oben auf dem Strategiepapier stand, konnte das System der Kraft.allmedia auch mit seiner Unicode-Fähigkeit und seinen benutzerfreundlichen Funktionalitäten beim Pflegen von Übersetzungen überzeugen. So kann sich der Anwender die jeweils zu übersetzende Sprache auf der Oberfläche unmittelbar neben dem zu übersetzenden Feld anzeigen lassen, wobei verschiedene Sprachkombinationen darstellbar sind. Falls gewünscht, schreibt das Übersetzungsmodul auch sämtliche noch zu übersetzenden Texte zur Übergabe an ein Translation-Memory-System (TMS) heraus und übernimmt das Ergebnis wieder ins System.

Spätestens auf der kommenden Spielwarenmesse in Nürnberg im Februar nächsten Jahres wird der erste automatisiert hergestellte Katalog von Graupner bereitliegen. Abschliessend bleibt zu sagen, dass insbesondere die männlichen Mitarbeiter im Hause Kraft.allmedia ihre wahre Freude bei der Umsetzung dieses Projektes hatten – mit solch einem Sortiment ferngesteuerter Modelle und Anlagen zu hantieren, das findet man nicht alle Tage.