2300 m ü. Maskenpflicht

11.09.2020
03/2020

Statt Gelati am Strand wartet diesen Sommer eine feine, wohlverdiente Glace in den Bergen. Denn viele von uns verbringen 2020 ihre Ferien in der Schweiz. Coronabedingt. Eine Gelegenheit, für einmal die Schätze der Natur in unserer Heimat auszukundschaften und statt im brütend heissen Auto vor dem Gotthard wartend die frische und kühle Luft auf dem Weg zur SAC-Hütte zu geniessen.

Um dem Alltag für ein paar Stunden zu entfliehen und gemeinsam mit der Familie oder Freunden etwas zu unternehmen, zieht es in diesen warmen Sommertagen viele von uns in die Berge. Weg von der Hektik und dem Lärm der Stadt, hinein in die atemberaubende Bergwelt.

Dort gibt es spektakuläre Natureindrücke, fantastische Weitblicke, spannende Begegnungen mit Gleichgesinnten und zur Belohnung ein schmackhaftes Gericht aus der Hüttenküche. Und das meist nur wenige Kilometer von der Haustüre entfernt.

Sorgfältige Vorbereitung kann vor unliebsamen Überraschungen schützen

Damit die Familienwanderung zum Beispiel in die Treschhütte im Kanton Uri oder die Windegghütte im Trift- und Sustengebiet ein unbeschwertes Bergerlebnis wird, ist eine gute Planung das A und O. Und die beginnt bereits zu Hause.

  • Planung: Wohin soll es gehen? Planst du einen Tagesausflug oder eine Wanderung über mehrere Tage? Rechne für die Route genügend Zeit und auch Zeitreserven ein. Berücksichtige Anforderungen, Wegverhältnisse und Wetter. Informiere Dritte über die geplante Tour, insbesondere wenn du alleine unterwegs bist.
  • Einschätzung: Überfordere deinen Körper nicht. Wichtig ist, die Bedürfnisse, die Fähigkeiten und die Kondition aller Beteiligten zu berücksichtigen. Sonst wird das Unfallrisiko erhöht, und der Spassfaktor sinkt markant. Bergwanderwege (weiss-rot-weiss markiert) sind teilweise steil, schmal und exponiert und erfordern Trittsicherheit.
  • Ausrüstung: Je nach Wetter können (Berg-)Wanderwege rutschig sein. Trage deshalb feste Wanderschuhe mit Profilsohlen. In den Bergen kann das Wetter rasch umschlagen. Nimm deshalb Sonnen- und Regenschutz sowie warme Kleidung mit. Auch eine Taschenapotheke gehört mit in den Rucksack.
  • Kontrolle: Wenn wir müde werden, ist unsere Trittsicherheit beeinträchtigt. Regelmässiges Trinken, Essen und Rasten ist deshalb wichtig. Behalte die Zeit im Überblick und verfolge die Wetterentwicklung. Verlasse die markierten Wege nicht und kehre, wenn nötig, rechtzeitig um.

Reserviere den Schlafplatz im Vorfeld

Viele SAC-Hütten sind an den Wochenenden bereits ausgebucht. Mehr Plätze gibt es unter der Woche. Warum also nicht für einmal den Rucksack zu Wochenbeginn packen? Wichtig ist, dass du dich vorab bei der entsprechenden Hütte nach den Regeln und Vorschriften erkundigst. Denn jede Hütte setzt entsprechend ihrer Infrastruktur die Schutzmassnahmen bezüglich Corona anders um.

Und wer für einmal direkt unter der Milchstrasse, ohne Zelt, übernachten möchte: Biwakieren oberhalb der Waldgrenze ist in der Regel unproblematisch, wenn es rücksichtsvoll erfolgt. Auf der Website des SAC findest du alle wichtigen Tipps und Regeln rund ums Campieren und Biwakieren.