22. Guadalajara International Book Fair (FIL) in Mexiko

20.03.2009
01/2009

Mitten in der Nacht landete ich nach einer 24-stündigen Reise in Guadalajara, einer Stadt im Westen des mexikanischen Hochlandes. Ich folgte einer Einladung des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbandes. Der Verband machte es seinen Mitgliedern möglich, einmal andere Buchmesseluft als diejenige von Frankfurt zu schnuppern. Als die diesjährige Einladung nach Mexiko kam, musste ich mir die Sache nicht zweimal überlegen.

Bereits am Flughafen war ich positiv überrascht: von der Sauberkeit und der modernen Architektur. Am nächsten Tag genoss ich die Novembersonne, erlebte, wie nett die Mexikaner und Mexikanerinnen sind, und versuchte, von der 1,6-Millionen-Stadt so viel wie möglich zu entdecken. Kein Wunder, dass Guadalajara auch unter dem Namen Perla del Occidente, spanisch für «Perle des Westens», bekannt ist. Hätte ich nicht gewusst, wo ich bin, und wären die Menschen auf der Strasse nicht von brauner Hautfarbe gewesen, hätte ich mich in einer europäischen Stadt vermutet.

Die 22. Guadalajara International Book Fair (FIL) in Mexiko vom 29. November bis 7. Dezember 2008 wird mir in guter Erinnerung bleiben, obwohl ich eingestehen muss, dass ich sie mir von vornherein ziemlich handgestrickt vorgestellt habe. Ich wurde eines Besseren belehrt: Die Bücher waren ansprechend präsentiert, die Stände aufgeräumt, die Organisation perfekt und die Rahmenangebote ansprechend. Verlage von Thailand über Korea, Australien und Japan präsentierten sich mit ihrem Programm den Messebesucherinnen und -besuchern.

Der spanischsprachige Markt ist riesig, denn Spanisch wird von 55 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen – ein immenses Zielpublikum. Zu Recht verweist der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband darauf, dass das Lizenzgeschäft in Mexiko interessant ist.