Virtual and Augmented Reality

20.03.2017
01/2017
  • Unternehmen

Schon seit längerer Zeit geniesst Virtual and Augmented Reality (VR/AR) grosse mediale Aufmerksamkeit. Bis jetzt noch ohne viel Einfluss auf unseren Alltag. Kaum jemand nutzt 3-D-Brillen regelmässig. Was aber klar ist: Trägt man die Brillen, ist das Erlebnis beeindruckend.

Verfügbarkeit der Gräte und Inhalte

Ein Problem ist heute die Hardware. Leistungsstarke Systeme sind in der Anschaffung teuer und in der Handhabung umständlich. Einfache Lösungen, die z.B. mit Smartphones funktionieren, haben dagegen noch Einschränkungen. Geräte für Augmented Reality gibt es derzeit kaum auf dem Markt. Das prominenteste Projekt, die HoloLens von Microsoft, ist heute praktisch nur für Entwickler interessant.Jetzt jedoch kommt langsam Bewegung in die Gamebranche. Sonys Spielekonsole PS4 erhält eine VR-Brille als Erweiterung. Der Wechsel vom Bildschirm zur Brillebeginnt, wenn auch langsam. Immer noch ist der Tragekomfort der Geräte nicht ideal, und der Gebrauch führt bei manchen (noch) zu Übelkeit.

Hypes und Chancen im E-Commerce

Gerade in der kommerziellen Anwendung eröffnen sich sehr spannende Chancen mit VR und AR. Onlineshops bietet sich die Möglichkeit, Produkte wesentlich besser erlebbar zu präsentieren. Gegenstände können im Raum dargestellt und von allen Seiten betrachtet werden. Grössenverhältnisse werden realistisch und plastisch.Schon länger «gehypt» wird das virtuelle Anprobieren von Kleidern. Dies nicht nur im Zusammenhang mit VR-Brillen, sondern auch auf dem klassischen Bildschirm. Der Onlinehandel mit Kleidern boomt, und eine der grössten Herausforderungen für die Händler sind die Retouren. Es ist daher nur verständlich, dass die Händler diese reduzieren wollen. Bislang konnte sich die virtuelle Anprobe aber keineswegs durchsetzen. 

Lieferketten noch nicht vorhanden

Ein grosses Problem sind die lückenlosen Prozesse für die Generierung und die Verwaltung der benötigten Daten. Will man ein Objekt im virtuellen Raum darstellen, müssen die Daten dazu vorhanden sein. Dies kann komplex sein. Idealerweise entstehen die benötigten Daten bereits beim Hersteller der Güter. Davon sind aber die meisten Branchen noch weit entfernt. Aber nicht nur die Lieferanten können die Daten oft nicht bereitstellen. Auch vielen Händlern und Shopbetreibern fehlen die Systeme, um die Daten verwalten und für die jeweiligen Kanäle und Geräte aufbereiten zu können.

Was kommt nun?

Wie genau die VR/AR-Technologien in unserem Alltag Einzug halten werden und wie schnell das wirklich geht, lässt sich noch nicht mit Sicherheit sagen. Auch nicht, wie flächendeckend dies passiert. Unser Medienkonsum und somit auch unsere Marketingaktivitäten werden die neuen Darstellungsformen aber spürbar beeinflussen. Womöglich kennen wir heute jene Konzepte, die sich letztlich durchsetzen werden, noch nicht. Aber es steckt ein grosses Marktpotenzial in der neuen Technologie. Facebook hätte sonst kaum für zwei Milliarden Dollar Oculus Rift gekauft – und das bereits 2014. Goldman Sachs geht davon aus, dass im Jahr 2025 rund 100 Millionen VR-Brillen auf dem Markt sein werden. Das ergibt ein Marktpotenzial von 80 Milliarden (!) Dollar. Eines ist klar: Wenn Sie VR künftig als Marketingkanal nutzen wollen, müssen Sie sich schon heute vorbereiten. Es lohnt sich, das Thema gut zu beobachten. 


Selber erleben bei Stämpfli

Wenn Sie das Gefühl mit einer VR-Brille hautnah erleben möchten, besuchen Sie uns doch an unserem Hauptsitz in Bern. Wir haben verschiedene Systeme einsatzbereit, mit denen Sie persönlich erste Erfahrungen mit den neuen Möglichkeiten machen können.

Ihre Kontaktperson: 

Philippe Mettler, Leiter Internet und Publikationssysteme,  philippe.mettler@staempfli.com