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Wurzeln schlagen
Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, weshalb jemand lange beim gleichen Arbeitgeber bleibt. Für die einen ist der Lohn oder die gute Stimmung im Team wichtig, für andere ein kurzer Arbeitsweg oder eine aufregende Tätigkeit. Und wahrscheinlich für fast alle ist es eine Mischung davon. Wir haben vier Mitarbeitende der Stämpfli Gruppe gefragt, was für sie den Ausschlag gegeben hat, dass sie hier Wurzeln geschlagen haben.
02.06.2026
Was Mitarbeitende im Job hält
«Ich bin Stämpfli bereits seit 15 Jahren treu, weil mir meine Arbeit grosse Freude macht. Text bearbeiten ist genau mein Ding, und die Aufträge, die mir hier anvertraut werden, sind wunderbar vielfältig. Zudem schätze ich das professionelle, moderne Arbeitsumfeld und die wohlwollende Atmosphäre. Im ganzen Unternehmen unterstützen sich die Menschen gegenseitig und gehen konstruktiv aufeinander zu. Das hilft, motiviert zu bleiben, auch wenn es mal etwas hektischer wird. Ebenfalls nicht missen möchte ich meinen festen Platz in einem Büro mit Wänden und Tür – konzentriertes Korrigieren wäre sonst eher schwierig. Wertvoll ist auch, dass ich Teilzeit arbeiten kann. So reicht meine Energie noch für andere Dinge. Dass ich hier Wurzeln geschlagen habe, liegt aber nicht zuletzt an den Menschen, mit denen ich direkt zusammenarbeite: Sie akzeptieren mich so, wie ich bin, und schenken mir Vertrauen und Wertschätzung. Ich weiss, welches Glück ich damit habe!»
«Für mich ist vor allem der Zusammenhalt im Team entscheidend – und dazu gehören alle, auch die Vorgesetzten. In einer Buchbinderei arbeitet man den ganzen Tag eng zusammen. Man steht nebeneinander an den Maschinen, unterstützt sich gegenseitig und merkt schnell, ob jemand einen guten oder eher einen schwierigen Tag hat. In solchen Situationen halte ich je nach Lage bewusst etwas Abstand oder spreche die Person direkt darauf an. Ein respekt- und verständnisvoller Umgang miteinander ist dabei besonders wichtig. Auch die Kommunikation spielt eine zentrale Rolle. Natürlich ist der fachliche Austausch notwendig, damit die Arbeit reibungslos funktioniert. Doch auch persönliche Gespräche sollten ihren Platz haben. Und ein kleiner Spass zwischendurch gehört ebenso dazu. Das lockert den oft stressigen Arbeitsalltag auf, denn der Zeitdruck in unserer Branche ist nicht zu unterschätzen. Dieses gegenseitige Verständnis trägt wesentlich dazu bei, dass man sich wohlfühlt und gerne im Team bleibt.»
«2016 trat ich beim Stämpfli Verlag meine Stelle als Herausgeber für das Magazin ‹LOKI› an, das der Verlag damals neu übernommen hatte. Grund für meinen Stellenwechsel war primär der Arbeitsinhalt: Ich suchte einen kreativen Job und gab dafür den Beruf des Lokführers auf. Man bot mir eine Teilzeitstelle an mit der Möglichkeit, dieser komplett im Homeoffice auf Vertrauensbasis nachzugehen. Dieses Angebot sprach mich als zweifachen Vater sehr an, denn so konnte ich mir eine sehr stimmige Life-Balance gestalten. Mittlerweile ist diese Freiheit, meine Zeit selbst einteilen zu können, ebenso wichtig geworden wie der kreative Inhalt. Homeoffice hat aber nicht nur Vorteile: Es gestaltet sich manchmal schwierig, den Anschluss im Firmensitz nicht zu verpassen oder darauf zu achten, dass man nicht in Vergessenheit gerät. Und einige denken, als ‹Heimarbeiter› habe man nur den Plausch und arbeite wenig. Das sagt aber mehr über deren Gedankenwelt aus als über die Realität.»
«Wurzeln schlagen bedeutet in jeder Lebensphase etwas anderes. Als Alleinerziehende waren für mich die Prioritäten lange klar: eine feste Anstellung, verlässliche Strukturen, ein Arbeitsplatz nahe am Zuhause. Dafür stellt man eigene berufliche Wünsche oft hintenan – nicht aus Mangel an Ehrgeiz, sondern weil man Verantwortung übernimmt. Werden die Kinder grösser, wächst auch der Wunsch nach persönlicher Verwirklichung. Heute sind mir Jobsicherheit, gute Sozialleistungen und eine abwechslungsreiche, herausfordernde Tätigkeit wichtig. Ebenso zentral ist ein Team, in dem man sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam Erfolge feiert. Ich möchte respektiert werden, mich einbringen und Wertschätzung erfahren. Für einen solchen Arbeitsplatz war ich sogar bereit, mein Privatleben neu zu ordnen: Mein jetziger Job bei Stämpfli ist es mir wert, meine Teenager-Tochter unter der Woche allein zu lassen – weil ich hier nicht nur arbeite, sondern wirklich Wurzeln schlage.»




