Unsere Hellsinne

13. Dezember 2019
04/2019
Hellsehen hat meistens gar nichts damit zu tun, in die Zukunft zu schauen. Es sind Bilder oder Filmsequenzen, die du innerlich wahrnimmst. (So ähnlich, wie wenn du ein spannendes Buch liest und dazu in deinem Innern Bilder erhältst.)
  • Hellriechen heisst, dass du Düfte riechen kannst, ohne sie wirklich über die Nase zu riechen.
  • Hellhören heisst, dass du alles, was du akustisch wahrnimmst, auch feinstofflich hören kannst.
  • Hellspüren oder -fühlen heisst, dass du über deinen eigenen Körper wahrnimmst, wie es deinem Gegenüber geht.
  • Helltasten heisst, dass du spürst, wie sich etwas anfühlt, ohne es wirklich mit den Händen zu ertasten.
  • Hellschmecken heisst, dass du einen Geschmack auf deiner Zunge wahrnimmst, ohne tatsächlich etwas im Mund zu haben.
  • Hellwissen heisst, dass du Dinge einfach weisst, ohne dass du dir das rational erklären kannst. (Meistens sind dies Informationen von deinem höchsten Selbst oder aus der «geistigen Welt», je nachdem, ob sensitiv oder medial gearbeitet wird.) 
Beim letzten Hellsinn, aber natürlich auch bei allen anderen Hellsinnen dürfen und sollen wir einfach darauf vertrauen, dass die Informationen, die wir erhalten oder wahrnehmen, echt sind, auch wenn sie für uns selbst keinen Sinn ergeben. Bei Zweifeln aller Art stehen wir uns immer selbst im Weg. Denn wenn wir uns nicht so wichtig nehmen und nicht immer alles über unseren Kontrollturm (Kopf) steuern wollen, gelingt es uns allen, Kanal für Sinneseindrücke und für unsere Intuition zu werden.

Beispiele aus meiner persönlichen Erfahrung

Als ich in meiner Ausbildung zum Medium Jenseitskontakte üben durfte, habe ich alle meine Hellsinne kennengelernt. Ich möchte dir ein paar Beispiele dazu geben:
Am Anfang der Ausbildung nahm ich sehr genau wahr, wie die Verstorbenen aussahen, und konnte sie klar beschreiben. Während meiner Tätigkeit als Medium und Sensitive zeigte sich mir im Laufe der Jahre ein Hellsinn besonders intensiv, das Hellwissen. Wie erwähnt, kann man diesen Sinn am wenigsten gut fassen, denn man weiss es einfach! Wenn ich heute einen Jenseitskontakt gebe oder sensitiv tätig bin, kann ich Charaktereigenschaften beschreiben, auch wie jemand tickt, wie die Beziehung zu den Eltern usw. ist oder war, wo es im jetzigen Leben oder bei Verstorbenen Schwierigkeiten gab, und zwar ohne dass ich diese Informationen durch ein Bild erhalten hätte. Ich höre auch keine Stimme, die zu mir spricht. Es ist ein Wissen, das nicht von mir selbst kommt. Es entsteht in der Verbindung zum Verstorbenen und mit der geistigen Welt, es spielt daher keine Rolle, ob ich medial oder sensitiv arbeite.
Es kann auch wertvoll sein, genau diese Werkzeuge in unser Leben zu integrieren, zum Beispiel wenn ich einen Termin beim Zahnarzt habe und es kein Zurück mehr gibt. Während ich mich in diesem Sessel dem grellen Licht aussetzen muss, stelle ich mir immer vor, ich verweile an einem wunderbaren Strand. Ich sehe das Meer in seinen verschiedenen Türkisfarben. Die Wellen sind sanft, und ich nehme das Rauschen wahr. Das Geräusch des Bohrers hilft mir dabei, das Rauschen des Meeres und des Windes besser zu integrieren. Der Wind gleitet warm über meinen Körper, während ich barfuss durch den weissen Sand schlendere. Da mir Palmen so gut gefallen, dürfen diese auf meinem Spaziergang am Traumstrand nicht fehlen. Ich könnte mir jederzeit einen anderen Ort vorstellen, aber dort fühle ich mich am wohlsten.
Mein Zahnarzt fragt immer mal zwischendurch, ob alles gut sei, und meint, ich sei eine angenehme, sehr entspannte Patientin. Dank den Visualisierungen ist dies möglich. petraeichenberger.ch
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