Projektwoche 2017

20. Dezember 2017
04/2017

Es war wieder Zeit für die Projektwoche (früher Bergwaldorganisation), die alle zwei Jahre stattfindet. Alle Stämpfli Lernenden des zweiten und des dritten Lehrjahres gingen gemeinsam eine Woche lang in die Natur und packten dort mit an.

Am Sonntag, 27. August, trafen sich 21 Lernende mit 2 Ausbildnern bei der Stämpfli Gruppe AG und machten sich von dort samt Gepäck Richtung Gurnigel auf. Unsere Aufgabe war es, eine Woche den Naturpark Gantrisch zu unterstützen. In fünf Tagen standen zweimal Arbeiten bei Bauern und zweimal bei einem Förster an. Dazwischen fand am Mittwoch der Ausbildner- und Lehrlingsausflug statt, der nicht als Arbeitstag galt. Doch alles der Reihe nach.Am Montag ging es um 8.30 Uhr auf der ersten Alp los, die Fahrt dorthin mit den beiden Kleinbussen stellte sich als nicht gerade einfach heraus, wir mussten über Brücken aus Baumstämmen und um engste Kurven neben Steilhängen fahren. Als wir dann heil auf der Alp angekommen waren, erklärte uns die Mitarbeiterin des Naturparks die heutige Arbeit: «schwenten», d.h. mit Scheren kleine Tannen und Sträucher entfernen. Den ganzen Vormittag befreiten wir in kleinen Gruppen die steilen Hänge der Alp von kleinen Tannen und legten diese zu einem Haufen zusammen. Am Dienstag ging es dann auf eine andere Alp, zum Glück nicht so steil wie am ersten Tag, wo wir wieder «schwenten» mussten, die Bäume danach aber anzündeten. Diese Haufen waren riesig, denn die Bauern hatten mit ihren Motorsägen gefühlt den halben Wald abgeholzt.Der Mittwoch bedeutete Ausbildner- und Lehrlingsausflug. Um 7 Uhr ging es los mit den beiden Bussen in Richtung Adelboden, wo wir dann die anderen Lernenden aus dem ersten und dem vierten Lehrjahr und die Ausbildner trafen. Der Tag war ein voller Erfolg, jeder hatte Spass daran, mit den Trottis die insgesamt 45 Kilometer lange Strecke hinunterzudüsen. Am Abend grillierten wir dann alle zusammen bei unserer Unterkunft beim Gurnigel-Berghaus. Bis dahin hatten wir Glück gehabt mit dem Wetter: Die Sonne schien, und es war erstaunlich warm. Die letzten zwei Tage verschlechterte sich die Situation leider, und es regnete fast durchgehend. Am Donnerstag, dem letzten vollen Arbeitstag, konnten wir zum Glück im Wald unter den Bäumen arbeiten, die uns Schutz boten. Nach einer Einführung in Wattenwil über den Wald und seine Bewohner und die Baumarten ging es los. Die Tagesaufgabe lautete, alle losen Äste zu einem Haufen zusammenzutragen. Trotz dem Wetter war die Stimmung gut, und alle halfen tatkräftig mit, sodass wir frühzeitig in unsere Unterkunft zurück unter die warme Dusche konnten. Am Freitag brach dann schon der letzte Tag an. Heute hiess es nochmals: ab in den Wald, aber nur noch für einen halben Arbeitstag. Die Hälfte der Gruppe machte sich mit den beiden Ausbildnern auf den Weg in den Wald, während die anderen die Unterkunft aufräumten und putzten. Das Wetter meinte es leider wieder nicht so gut mit uns, aber wir trotzten dem Wetter und trugen wieder loses Holz zusammen.Danach kehrten wir zu unserer Unterkunft zurück, verluden unsere Sachen in die Busse und machten uns auf den Weg Richtung Wankdorf. Ich denke, diese Woche war sehr positiv, und wir haben einen guten Einblick in die Arbeiten an den verschiedenen Orten bekommen.