Ich war dort

20. März 2020
01/2020

Die aktuelle Ausstellung im Museum für Kommunikation, «Schweinehunde und Spielverderber», bezieht den Besucher aktiv mit ein. Wie, schildert Mario Dubach, der im Rahmen eines Teamevents dem MfK einen Besuch abstattete.

Ich war dort

Steiler Einstieg! Gleich zu Beginn der Ausstellung werden die Hemmungen ordentlich ins Zentrum gerückt. Im Backstagebereich einer Bühne wählt man eine Darbietung und macht sich bereit zum Countdown für den Auftritt. Im Scheinwerferlicht muss man seine Darbietung präsentieren, und auf den Rängen sitzen verschiedene Personen und schauen zu. Wir wählten ein Lied und versuchten es – ein wenig gehemmt – in die Ränge zu trällern. Wenig erfolgreich!
Danach führt der Weg durch verschiedene Räume der Ausstellung. Egal, ob Geräusche oder Gegenstände, es ist meistens die Scham, die zu Hemmungen führt. Je länger man in der Ausstellung ist, desto «normaler» wird alles. Bei verschiedenen Spielen baut man auch Hemmungen ab, bis man zum Beispiel ein Fluchwort durch die Ausstellung schreit.
Auf der einen Seite war es sehr spannend, zu sehen, wie man Hemmungen abbauen kann und wie «normal» eigentlich Dinge sind, bei denen wir Hemmungen haben. Es war eine spannende und lustige Erfahrung, mit dem Team diese Ausstellung zu besuchen und gemeinsam gegen Hemmungen anzukämpfen. Das MfK hat eine tolle Ausstellung auf die Beine gestellt, ein Besuch ist sehr lohnenswert.
Dennoch bin ich froh, dass unsere Hemmungen uns vom Schimpansen unterscheiden, das Zusammenleben gestaltet sich so vielleicht doch ein wenig angenehmer.