Ich bin ein homo Papiricus

18. Juni 2019
02/2019

Ich mag Papier, und ich hoffe, lieber Leser, Sie auch. Ich mag Kommunikation, und ich mag das gedruckte Wort, ich liebe Magazine, Zeitschriften und Bücher.

Sie sind für mich die einfachste Art, etwas Neues zu lernen, mich weiterzubilden und mich auch an den Inhalt zu erinnern. Das tue ich bei digitalen Informationen nicht. Nach ein paar Stunden kann ich mich kaum mehr an die Schlagzeilen erinnern. Digital lese ich ganz anders, ich überfliege die Zeilen und surfe, gehe aber nicht in die Tiefe. Die Welt löst sich trotz allen Prognosen zum Glück nicht in digitale Pixel auf. Im Gegenteil, ich sehe eine Rückkehr zu analogen, zu real anfassbaren Dingen.

Print verändert sich

Print verändert sich und geht weg von der reinen Informationsvermittlung hin zur Emotionalisierung. Print wird zunehmend ein fassbares und anfassbares Markenelement. Bei Geschäftsberichten, Kundenmagazinen und sogar Katalogen sehen wir den Trend hin zu gut aufbereiteten Geschichten im Magazinstil.
Ein ganz grosser Trend ist die Rückkehr zumWesentlichen. Zurück zu den Wurzeln, sich zurückbesinnen auf den Leser. Lesenswerte Texte, Inhalte mit Sinn, für intelligente und interessierte Leser.

Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Es wird von Firmen erwartet, dass sie sich nachhaltig und engagiert für die Umwelt einsetzen. Das werden wir in den kommenden Geschäftsberichten und Publikationen sehen. Kunden wollen heute wissen, dass eine Firma Gutes tut und dass es ihr nicht nur finanziell gut geht. Diese Thematik wird natürlich einen Einfluss auf die Papierwahl haben. Recyclingpapiere, wie etwa der Umschlag der Printausgabe dieser «Marginalie» aus Muskat 140 gm², gewinnen an Bedeutung.

Haptik für Finger und Herz

Man setzt sich wieder viel bewusster mit dem Thema Papier auseinander und hat erkannt, dass Papier nicht nur schöne Bilder transportiert, sondern mit Haptik, Färbung, Klang usw. auch Markenwerte transportiert. Wir leben in einer digitalisierten Welt. Die vollkommen glatten und funktionalen Oberflächen der digitalen Geräte bestimmen unseren Alltag und die Art, wie wir kommunizieren. Doch jedes Extrem erzeugt irgendwann einen Gegentrend: Beim Papier, aber auch in anderen Bereichen, etwa beim Interior Design, bemerken wir, dass die Menschen wieder nach Oberflächen suchen, die visuell und haptisch etwas auslösen.
Haptik ist neben Recycling und Nachhaltigkeit das grosse Schlagwort. Papier mit einer rauen Oberfläche, dünnes Papier mit Geräusch beim Umblättern, Papier mit einer speziellen Oberfläche. Generell Papiere, die eine Emotion bewirken. Griffige Papiere, die im Finger einen Reiz auslösen. Der Tastsinn ist bei der Papierwahl enorm wichtig geworden. Eine gedruckte Botschaft muss über die Fingerspitzen weitergehen ins Herz und ins Hirn. Dorthin, wo eine Botschaft hinmuss. Das richtige Papier hilft dabei, den direkten Weg zu gehen. Wir stehen Ihnen für alle Fragen rund um das Thema Papier jederzeit gerne zur Verfügung.

Fischer Papier AG

Die Stämpfli AG arbeitet seit vielen Jahren mit Fischer Papier zusammen. Auch bei der Papierwahl des Umschlages der Printausgabe der «Marginalie» stand Fischer Papier beratend zur Seite. 

Andreas Bernhard

Nach dem BWL-Studium an der Universität St. Gallen war er einige Jahre im Ausland, ehe er 2000 in den elterlichen Betrieb zurückkehrte. Seine Interessen an Hobbys wären vielfältig, allein fehlt dazu meist die Zeit.